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Gute Produktbilder machen

Vorbereitung:

Als erstes: ihr braucht keine teure Kamera für gute Produktbilder! Natürlich wollen die Hersteller ihre Luxus-Kameras an den Mann oder die Frau bringen, aber das sollte man den Profis lassen. Jeder kann gute Bilder auch mit einer 150-EURO-Kamera machen.

Wichtig ist, dass ihr eine Softbox, auch Mini-Fotostudio genannt, euch besorgt (z. B. von Amazon) oder bastelt (Anleitungen findet ihr im Internet). Zumeist hat man in der Wohnung nur ungeeignetes Kunstlicht und die Farbe des Produktes verändert sich dadurch. Es sieht dann einfach nicht mehr so aus wie es eigentlich aussieht. 

Downloadet und installiert euch das kostenlose Open-Source-Programm GIMP (gimp.org oder chip.de). Vielleicht habt ihr es auch schon installiert, umso besser. 

Nun schaut genau euer Produkt an und überlegt, wie man es am Ansprechenden positioniert und ob eventuell zusätzliche Dekoration möglich und nötig ist (z. B. eine rote Rose neben einer weißen Häkelarbeit oder einem Tuch). Gebt euch wirklich Mühe! Das Produktfoto ist das erste, was eure Kunden sehen. Dies gilt genauso, wenn ihr privat Gegenstände bei eBay etc. einstellt. Auch dort sieht der Käufer zuerst das Produktfoto und entscheidet anhand dessen, ob er sich näher dem Produkt zuwendet und damit beschäftigt. Also keine Faulheit vortäuschen. :-)

Bei Weihnachtsartikeln sehen Tannenzweige (Plastik oder echt), Kerzen und Räuchermännchen sehr schön als Dekoration aus. Genauso wie rote Hintergründe, z.B. Tischdecken.

Fotografiert nun euer Produkt in eurem Mini-Fotostudio und achtet darauf, dass der Hintergrund im Bildfenster eurer Kamera nicht bläulich wirkt. Dies passiert manchmal, wenn man die Kamera in einem bestimmten Winkel hält. Zumindest ist dies bei mir so. Ihr braucht einen rein weißen Hintergrund bzw. den Hintergrund, den ihr wollt. Weiß hat sich bei allen nicht-weißen Artikeln bewährt. Wenn ihr einen weißen Artikel habt, wählt bitte einen hellgrauen, hellblauen oder hellrosa Hintergrund. Sonst sieht man den weißen Artikel nicht auf dem weißen Hintergrund.

Die Arbeit in GIMP:

Euer Foto ist in der Kamera, ihr schließt eure Kamera an den PC an und übertragt die Fotos. Legt sie euch vorerst auf dem Desktop ab, das geht am Schnellsten.

Öffnet euer erstes Produktfoto in GIMP. Was ihr seht ist ein riesiges Foto von ca. 3000 bis 4000 Pixeln. Das ist natürlich viel zu groß und sollte erst einmal verkleinert werden. Dafür reichen zumeist 800 x 600 Pixel aus. Darauf kann ein Kunde das Produkt schon gut erkennen. Manche Shopplattformen verlangen jedoch 1000 oder 1200 Pixel. Aber das sagt man euch schon. Verkleinert also das Foto in Gimp. Menü Bild - Bild skalieren.

Als nächstes geht ihr im Menü Farben auf das Wertetool. Dort seht ihr drei klitzekleine Dreiecke, von denen wir das graue und das weiße benötigen. Das weiße ist ganz rechts. Schiebt diese Dreiecke so lange vorsichtig nach links, bis ihr den gewünschten Effekt habt. Die Regler kontrollieren Helligkeit und Licht.

Nun geht ihr auf Filter - Verbessern - Unscharf maskieren und stellt die Werte auf 1 - 1 - 0 ein.  Dieses Tool verbessert euer Foto erheblich.

Falls euch das Moire stört, könnt ihr eine neue Ebene anlegen (nicht vergessen!) und könnt mit der Sprühpistole eine neue Hintergrundfarbe aufsprühen. Falls ihr dabei über die Produktränder kommt, radiert ihr das einfach mit dem Radierer weg. Ihr müsst jedoch unbedingt auf einer neuen Ebene arbeiten.

Fertig! Nun habt ihr ein gutes Bild mit dem ihr Produkte gut verkaufen könnt. Hütet euch davor an den Reglern Kontrast und Helligkeit zuviel zu manipulieren. Damit verdirbt man sich die Fotos bzw. stellt sie falsch dar. Den Fehler habe ich früher gemacht als ich es noch nicht besser wusste.

Die Vorgehensweise hat mir übrigens ein Grafiker empfohlen. Ganz lieben Dank noch einmal!

Nun wünsche ich euch viel Spaß mit euren Fotos!

 

21.9.14 10:24

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